Yhteystiedot

Aue-Stiftung säätiö
Munkkiniemen Puistotie 18 B 47
00330 Helsinki

Preisverleihung 2010

Theodor Aue-Kulturpreis 2010


Am Freitag, den 29.10.2010 wurden die Leiterin der deutschsprachigen Lesesäle der estnischen Nationalbibliothek in Tallin, Leili Naan, sowie die Übersetzerin Gabriele Schrey-Vasara für ihre Verdienste zur Pflege der deutschen Sprache im Ausland mit dem Theodor-Aue-Kulturpreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand in einem Kongresssaal des dem Messezentrum von Helsinki angeschlossenen Hotels Holiday Inn statt, und als Gäste konnte die Aue-Stiftung zahlreiche herausragende Persönlichkeiten begrüßen, u.a. den berühmtesten Deutschen Finnlands, Roman Schatz, und den estnischen Kunstkritiker, Akademiker und Journalisten Linnar Priimägi. Zwei Dolmetscher aus Tampere übertrugen die ganze Veranstaltung simultan ins Finnische. Eröffnet wurde die Feierlichkeit vom VHK Music-house early music ensemble, Studenten aus Tallinn, die Renaissancemusik auf alten Instrumenten spielten, und Grußworten der Vorsitzenden der Aue-Stiftung, Dr. Sinikka Salo.

 Vor der eigentlichen Überreichung der Preise gab es einen ersten Höhepunkt, die von Roman Schatz moderierte Podiumsdiskussion zum Thema „Gordische Knoten und wie man sie löst – Sprach- und Kulturtransfer“ mit den Preisträgerinnen Leili Naan und Gabriele Schrey-Vasara sowie Linnar Priimägi und Herrn Dieter Hermann Schmitz von der Universität Tampere. Man war sich schnell darin einig, dass zum Übersetzen mehr gehört als das bloße mechanische Ersetzen von Worten mit denen einer anderen Sprache. Der Sinn muss übertragen werden, und da Sprachen unterschiedlich aufgebaut sind, kann man auch nicht an Strukturen oder einzelnen Worten der Ausgangssprache festhalten; man muss lernen, den Inhalt zu erfassen und neu in der Zielsprache auszudrücken, um ein sprachlich schönes und korrektes Übersetzungsergebnis zu erhalten. Linnar Priimägi und Leili Naan erzählten ebenfalls, wie sie ihr ausgezeichnetes Deutsch gelernt hatten: Frau Naan verdankte es einer exzellenten Lehrerin und einleuchtend erklärter Grammatik, Herr Priimägi hatte sich in erster Linie „Sprachbädern und –duschen“ ausgesetzt. Herr Schmitz zog Vergleiche zum Finnischlernen in der „Sprachsauna“, bei dem aufgusskellenweise neue Wörter und Grammatikregeln „auf die heißen Steine geworfen“ werden und als „heisser Dampf“ aufsteigen, der zuerst ein bisschen brennt, sich aber dann legt und angenehm einzuatmen ist.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion hielten Roman Schatz auf  Frau Schrey-Vasara und Beat Bürgi, Botschaftsrat der Schweizer Botschaft, auf Frau Naan Kurzlaudationes und überreichten ihnen die Urkunden. Frau Dr. Liertz, die Geschäftsführerin der Aue-Stiftung, überreichte den Preisträgerinnen Blumensträuße und lud, nach einem Schlusswort des Vorstandsmitglieds Juha Väyrynen und dem musikalischen Ausklang, die Gäste zum freien Gedankenaustausch bei einem Glas Rieslingwein und Brezeln ins Foyer des Kongresszentrums ein. Auch zahlreiche Publikationen der Aue-Stiftung wurden kostenlos angeboten und fanden viele Abnehmer.

 

Überreichung des Ulla-Aue-Jugendpreises 2008 am 21. August 2008

für das langjährige hervorragende Engagement im deutsch-finnischen Schüleraustausch an den Verband der Finnisch-Deutschen Vereine e.V. Suomalais-saksalaisten yhdistyksen liitto ry.
Der Ulla-Aue-Jugendpreis wird für beispielhafte Leistungen auf allen Gebieten der deutschsprachigen Erziehungs-, Bildungs- und Jugendarbeit vergeben, die dazu beigetragen haben, dass die Begegnung mit deutschsprachiger Kultur Kindern und Jugendlichen aus Finnland und Nordosteuropa die Bedeutung eines friedlichen Zusammenlebens nachwirkend hat nahebringen können und so den europäischen Gedanken im Sinne des Stifters festigen konnte.

 

Grosse Preisverleihung der Aue-Stiftung am 25. Mai 2005

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Aue-Stiftung fand am 25.5.2005 im Ständehaus zu Helsinki die feierliche Überreichung von drei Auszeichnungen statt.
Kai-Uwe Sentzke erhielt den Margarethe-Aue-Preis zur Würdigung besonderen sozialen Engagements. Seit 25 Jahren steht er als Sekretär im Dienst der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Finnlands. Sein soziales Engagement erstreckt sich auf alle Schichten. Für Bedürftige engagiert er sich weit über seine beruflichen Vorgaben hinaus. In diesem Sinne führt er die beispielhafte Arbeit von Margarethe Aue, der Mutter des Stifters, fort, die sich in schweren Zeiten um soziale Probleme aller Art gekümmert und ein Beispiel unerschrockener Hilfsbereitschaft gegeben hat. Kai-Uwe Sentzke ist ein lebendiges und tragendes Bindeglied in der Partnerschaftsarbeit mit den Deutschen Gemeinden in St. Petersburg, Tallinn und Ratzeburg; mit seiner Person stehen direkt jene guten Beziehungen in Zusammenhang, die die Evangelisch-Lutherische Kirche in Finnland z.B. mit der Evangelischen Kirche in Deutschland unterhält, wie Erzbischof em. Dr. John Vikström in seiner Laudatio unterstrich.

Zum ersten Mal verliehen wurde die Medaille der Aue-Stiftung für Verdienste um Frieden und Verständigung. Sie wurde Botschafter a. D. Antti Karppinen überreicht, der als eine der herausragenden finnischen Persönlichkeiten das kulturelle und geistige Klima zwischen Finnland, dem Ostseeraum und dem deutschsprachigen Europa seit vielen Jahren wesentlich mitbestimmt und mitgestaltet hat. Staatsekretär Arto Mansala, Leiter des Finnischen Außenministeriums und früherer Botschafter Finnlands in Bonn und Berlin, beschrieb in seiner Laudatio Antti Karppinen als ein großes Vorbild verständnisvoller, freundschaftlicher und versöhnender Gesinnung. Mit der Verleihung ihrer ersten Medaille verbindet die Aue-Stiftung ihren aufrichtigen Dank für die unentwegte, selbstlose Mitarbeit am gemeinsamen Ziel, nämlich: Wahrung der kulturellen Vielfalt und Förderung des Friedens und der Verständigung unter den Menschen.

Der mit 10.000 Euro dotierte Theodor-Aue-Kulturpreis wurde Ministerpräsident a. D. undParlamentspräsident Paavo Lipponen für Förderung und Pflege internationaler Beziehungen verliehen. Paavo Lipponen hat als visionärer Politiker und Staatsmann einen bedeutenden Beitrag zur Bildung von Brücken zwischen Finnland und dem deutschsprachigen Europa sowie der Europäischen Union geleistet. Seine ausdauernden Anstrengungen zur Lösung von internationalen und europäischen Fragen gemäß den Prinzipien von Toleranz, Gerechtigkeit und gemeinsamer Verantwortung verdienen höchste Anerkennung. In seinem Wirken sind viele Berührungspunkte mit den Gedanken des Stifters Theodor Aue erkennbar. Dr. Klaus Kinkel, Bundesaußenminister a. D., betonte in seiner Laudatio auch persönliche Erinnerungen an frühere Treffen, fruchtbare Zusammenarbeit und klare Linien. In seiner Dankesrede überraschte Parlamentspräsident Paavo Lipponen die Gäste mit seiner großzügigen Überantwortung des Preises an die Deutsche Schule Helsinki.

Mit einem Blumenbukett wurde auch Herrn Otto von Timroth und Herrn Roger Seege für ihre zwanzigjährige Mitarbeit im Vorstand der Aue-Stiftung gedankt. Die feierliche Zeremonie war eingerahmt von einigen Liedern der Quartette der StudentenchöreAkademiska Sångföreningen und Ylioppilaslaulajat, und klang mit einem Empfang aus

Die Auszeichnungen des Jahres 2000

Minister Dr. h.c. mult. Jaakko Numminen
Theodor-Aue-Kulturpreis
Verliehen für die beispielhafte Förderung und Pflege internationaler Beziehungen, vom Vorstand dotiert mit FIM 80 000 aus Anlass des 15-jährigen Bestehens der Aue-Stiftung.

Robert Bär, Lehrer für Musik und Deutsch an der Deutschen Schule Helsinki
Ulla-Aue-Jugendpreis

Verliehen für beispielhafte Leistungen in der deutschsprachigen Jugend- und Bildungsarbeit, vom Vorstand dotiert mit FIM 20 000 aus Anlass des 80-jährigen Geburtstages der Stifterin Ulla Aue.