Marjaliisa Hentilä gibt nach langjähriger engagierter Arbeit ihr Amt im Forschungsausschuss der Stiftung ab
30.01.2026Marjaliisa Hentilä, langjähriges Mitglied des Forschungsausschusses der Aue-Stiftung, hat ihr Amt zum Jahresende niedergelegt. Marjaliisa Hentilä war 2011-2025 Mitglied des Forschungsausschusses und 2011-2019 Vorstandsmitglied der Stiftung.
Marjaliisa Hentilä ist promovierte Historikerin und Dozentin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeiterarchiv Finnland und war u.a. von 2004 bis 2009 Direktorin des Finnland-Instituts in Berlin. Sie hat zahlreiche Publikationen verfasst, darunter „Saksalainen Suomi 1918“ (gemeinsam mit Seppo Hentilä, 2017) und „Uuden ajan nainen, Hilja Pärssisen elämä“ (gemeinsam mit Matti Kalliokoski und Armi Viita, 2018).

Marjaliisa Hentilä engagiert sich seit Jahren für die Stärkung und Pflege der Forschungsbeziehungen zwischen Finnland und Deutschland. Sie war an vielen Seminaren und Publikationen der Aue-Stiftung beteiligt. Darüber hinaus hat sie sich dafür eingesetzt, die Aktivitäten der Aue-Stiftung enger mit der finnischen Forschungsgemeinschaft zu vernetzen, und sie hat die Beziehungen beispielsweise zum Nationalarchiv und zur Nationalbibliothek ausgebaut. Sandra Reimann, Vorsitzende des Forschungsausschusses, dankt Marjaliisa Hentilä für ihren langjährigen Einsatz zur Förderung der finnisch-deutschen Wissenschaftsbeziehungen. „Marjaliisa hat den Forschungsausschuss der Stiftung in vielerlei Hinsicht bei der Stärkung der Beziehungen zwischen Finnland und Deutschland unterstützt. Ihre eigene Forschung sowie ihr umfangreiches Netzwerk in Wissenschaft und Forschung haben dazu beigetragen. Auf Marjaliisas Initiative hin wurden beispielsweise die Publikationen der Aue-Stiftung digitalisiert, in die Doria-Datenbank der Nationalbibliothek aufgenommen und einem breiteren Publikum in der wissenschaftlichen Buchhandlung Tiedekirja zugänglich gemacht.“
Die Zahl der Deutschsprachigen und -lernenden ist in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Was denkt das ausscheidende Mitglied des Forschungsausschusses über die Zukunft der Aue-Stiftung? „Die Aktivitäten der Aue-Stiftung sind nach wie vor relevant und wichtig, und zwar mehr denn je, um Mehrsprachigkeit und Multikulturalität in Finnland zu sichern. Die Förderung des Sprachenlernens als Teil der Bildungspolitik hängt vor allem von der Einstellung ab. Es gibt bereits jetzt und wird auch weiterhin einen Bedarf an Menschen mit Deutschkenntnissen geben!“
Zum Forschungsausschuss der Aue-Stiftung im Jahr 2026 gehören Prof. Dr. Sandra Reimann (Vorsitzende), Prof. Dr. Tuomas Forsberg, PD Dr. Kimmo Elo, Prof. Dr. Tiina Kinnunen und Prof. Dr. Katharina Kunter.