Die Schweizerische, Deutsche und Österreichische Botschaft gratulieren der 40-jährigen Aue-Stiftung

Schweizerische Botschaft Helsinki

Dieses Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: 40 Jahre Aue–Stiftung. 40 Jahre Engagement für die deutsche Sprache, für Kultur und für die lebendige Verbindung zwischen Finnland und dem deutschsprachigen Europa. Das ist ein Grund zum Stolz – und ein Grund, Danke zu sagen.

Vor 40 Jahren, im Jahr 1985, legten Theodor und Ulla Aue mit der Gründung dieser Stiftung den Grundstein für etwas Bleibendes. Theodor Aue, ein finnischer Geschäftsmann mit deutschen Wurzeln, war ein Kulturfreund und Kosmopolit. Er wusste: Sprache ist der Schlüssel, um die kulturelle Atmosphäre einer Region wirklich zu verstehen. Diese Überzeugung prägt die Arbeit der Stiftung bis heute. Die Aue–Stiftung ist seither eine Brücke – zwischen Finnland und dem deutschsprachigen Europa, zwischen Menschen, Ideen und Kulturen.

Die Stiftung hat in den vergangenen vier Jahrzehnten unzählige Projekte, Stipendien und Veranstaltungen ermöglicht. Ob durch die Förderung der deutschen Sprache, die Unterstützung kultureller Initiativen oder die Organisation der renommierten Aue–Symposien: Sie schafft Begegnungen, stärkt das gegenseitige Verständnis und bereichert das kulturelle Leben in Finnland. Besonders hervorzuheben sind die Stipendien in den drei zentralen Bereichen Sprache, Kultur und Forschung. Sie geben jungen Menschen und engagierten Persönlichkeiten die Möglichkeit, ihre Leidenschaft zu leben und neue Horizonte zu entdecken.

Ein solches Jubiläum ist auch ein Anlass, all denen zu danken, die die Stiftung über die Jahre getragen haben: den Stiftern, den Mitarbeitenden, den Partnerorganisationen und nicht zuletzt den Stipendiaten. Ihr Einsatz und Ihre Begeisterung machen die Aue–Stiftung zu dem, was sie heute ist: eine lebendige, innovative und unverzichtbare Institution.

Die Welt verändert sich, doch die Mission der Aue–Stiftung bleibt aktuell: Sie stärkt den Dialog, fördert den Austausch und schafft Raum für neue Ideen. In einer Zeit, in der Grenzen wieder an Bedeutung gewinnen, ist diese Arbeit wichtiger denn je. Möge die Stiftung auch in den kommenden Jahrzehnten weiterhin Brücken bauen und Menschen zusammenbringen.

Auf die nächsten 40 Jahre!

Herzlichen Glückwunsch, Aue–Stiftung!

– auf die Erfolge der Vergangenheit, auf die Gegenwart, die uns verbindet, und auf eine Zukunft voller neuer Möglichkeiten.

Sabrina Dallafior Matter

Schweizerische Botschafterin   

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Deutsche Botschaft Helsinki

Deutsch lernen lohnt sich! Das hören viele junge Menschen in Finnland immer wieder. Es ist aber nicht immer einfach, dies glaubhaft zu vermitteln. Es ist eine Aufgabe, die neben bloßen Worten, auch Begegnungen, viel Engagement und Leidenschaft erfordert. Im hohen Norden erscheint das deutschsprachige Europa doch manchmal weiter weg, als es eigentlich ist. Doch in Wirklichkeit verbindet uns sehr viel. Um das vertiefend kennenlernen zu können, sind Sprache und Kulturkenntnis notwendig. Hierfür war Theodor Aue ein Vorzeigebeispiel. Dass diese Verbindung noch immer blüht, ist etwas, woran die Aue-Stiftung sehr wichtigen Anteil hat.

Seit vier Jahrzehnten erfährt man die Aue-Stiftung als lebendiges Symbol für die Freundschaft über die Ostsee hinweg zwischen Finnland und dem deutschsprachigen Europa. Gerade uns in der Botschaft ist bewusst, dass die deutsch-finnische Freundschaft nie nur auf politischer Ebene besteht. Es sind die Menschen, ihre Begegnungen und ihr Austausch, die Beziehungen lebendig, beständig und freundschaftlich gestalten. Und hier hat sich die Aue-Stiftung große Verdienste erworben. Die Aue-Stiftung baut Brücken auf sprachlicher, kultureller und wissenschaftlicher Ebene. Dank dieser Brücken funktioniert die politische Zusammenarbeit Finnlands mit Deutschland und dem gesamten deutschsprachigen Raum umso besser.

Sichtbarkeit erlangt man deutlich einfacher gemeinsam. Unsere enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Aue-Stiftung hat das immer wieder bewiesen. Ob mit Lesungen, Stipendienprogrammen, Videowettbewerben oder Symposien, mit der Aue-Stiftung an der Seite freuen wir uns auf die kommenden gemeinsamen Projekte und Ideen, die das beweisen. Gemeinsam wollen wir uns auch weiterhin für die deutsche Sprache in Finnland einsetzen, denn Deutsch ist nützlich, spannend und lohnt sich – auch in Finnland. Mit über 100 Millionen Muttersprachlern ist das deutschsprachige Europa der bevölkerungsreichste und wirtschaftlich stärkste Raum unseres Kontinents.

Auch nach 40 Jahren ist die Aue-Stiftung eine riesige Bereicherung. Sie ist ein Vorzeigebeispiel dafür, wie wichtig Deutsch in Finnland ist und wie wertvoll gelebte Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt sind. Wir sind aufs Tiefste dankbar für die stets ausgezeichnete und vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen der Aue-Stiftung nur das Allerbeste für die nächsten 40 Jahre.

Stephan Auer

Deutscher Botschafter

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Österreichische Botschaft Helsinki

Sprachen- und Kulturkenntnisse sind nicht nur beruflich oder im Geschäftsleben sehr nützlich, sie sind schlicht und einfach wichtig für die Menschheit, sie bringen Leute mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammen und fördern friedliche Koexistenz, etwas was wir immer wieder schmerzlich vermissen. Gerade das haben Theodor und Ulla Aue schon vor vier Jahrzehnten erkannt und verstanden – in einer Zeit, wo solche Ideen keineswegs selbstverständlich waren –, und dies führte 1985 zur Gründung der Aue-Stiftung.

Theodor Aue war Finne mit deutschem Hintergrund, aber auch ein überzeugter Europäer. 40 Jahre nach ihrer Gründung setzt die Aue-Stiftung die von ihm begonnene Arbeit mit bewundernswertem Enthusiasmus fort; seine Vision von europäischen Werten, von kultureller Vielfalt, von völkerverbindendem Austausch prägt bis heute die regen Aktivitäten der Stiftung. Die Aue-Stiftung kann mit Recht stolz sein auf ihre Schlüsselrolle in der Pflege der Freundschaft zwischen Finnland und dem deutschsprachigen Europa, aber auch auf ihre philanthropische Tätigkeit und die Förderung hochqualitativer wissenschaftlicher Arbeit.

Es ist ein passendes Zusammenspiel, dass 2025 sowohl ein Jubiläum für die Aue-Stiftung als auch für die Beziehungen von Finnland und Österreich ist: Vor 30 Jahren sind die zwei Länder gleichzeitig der Europäischen Union beigetreten. Dieses Zusammenrücken im Kreise der europäischen Familie, auf Basis der gemeinsamen Werte und gemeinsamer Ziele, war ohne Zweifel ganz im Sinne von Theodor Aues Weltanschauung.

Wenn es um die Verdienste der Aue-Stiftung geht, schätzen wir alle die großzügige Stipendienvergabe, die Publikationen, Symposien, Lesungen und andere Veranstaltungen, die Jung und Alt gleichermaßen ansprechen und immer von höchsten Ansprüchen geleitet sind und entsprechende Resonanz erfahren. Aber auch die oft unsichtbar bleibenden Bemühungen im Hintergrund, zugunsten sprachlicher und kultureller Kooperation, sollen hier gewürdigt werden. Man kann nur wünschen, dass die Aue-Stiftung weiterhin blüht und gedeiht, und dass ihr Freundeskreis kontinuierlich wächst. Denn die Stiftung ist eine Institution, die in die Zukunft blickt, und ein Partner, auf den man sich stets verlassen kann.

Herzlichen Dank für die hervorragende, anregende und vertrauensvolle Zusammenarbeit, und alles Gute für die nächsten Jahre und Jahrzehnte!

Dr. Herbert Pichler

Österreichischer Botschafter